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e-Installation-Projekte

Virtualisierung der audiokinetischen Skulptur Kaleidophonic Dog (1967) von Stephan von Huene

 

Abbildung: Original und virtuelle Kopie des Kunstwerkes Kaleidophonic Dog. Blueprint mit der EPROM-Programmierung

 

Im Rahmen des ISAS-ZAK-Praktikums "The Kaleidophonic Orange – Virtualizing Audiokinetic Art I" im Wintersemester 2015/16 haben die Informatikstudentinnen Sophie von Schmettow, Mirjam Jöchner und Xizhe Lian die audiokinetische Skulptur des deutsch-amerikanischen Künstlers Stephan von Huene virtualisiert. Nach einer ausführlichen Dokumentation mit Unterstützung des Restaurators dieser Arbeit, Prof. Werner Lorke (iO interdisziplinäre Objekte, Frankfurt a.M.), wurde ein 3D-Modell photogrammetrisch generiert, manuell verfeinert und mit einer komplexen Blueprint-Programmierung in Unreal Engine (UE) versehen, die alle 21 Instrumente der Skulptur nach der binären Komposition des Künstlers ansteuert. Somit bildet das Herz dieser e-Installation der von Stephan von Huene in EPROMS gespeicherte Code. Darüber hinaus wurde ein realistisches Bewegungsmodell für die Beine des Hundes anhand von Videomaterial und Algorithmen synthetisiert. Die Analyse der Elektronik im Rahmen der Dokumentationsarbeiten warf auch neues Licht auf die Arbeitsweise des Künstlers. Das Projekt wurde von der Stadt Karlsruhe im Rahmen des Förderprogramms "Interdisziplinärer Fördertopf 2015" unterstützt.

Realitätsnahe Darstellung der Versailles Fountain (1993) von Nam June Paik in Unreal Engine (UE)

 

Abbildung: Original und virtuelle Kopie der Versailles Fountain in UE. Blueprint einer Neonröhre

 

Im Rahmen des ISAS-ZAK-Praktikums "Medienkunst in Unreal Engine 4" im Wintersemester 2014/15 haben die Informatikstudenten Lea Steffen und Fabian Mack eine neue verbesserte Version der Versailles Fountain (1993) von Nam June Paik produziert. Durch akustische und optische Effekte in UE wurde eine höhere Stufe der realitätsnahen Darstellung erreicht. Außerden modellierten die Studierende einige Räume des ZKM, so dass ein virtueller Spaziergang im Museum möglich ist. Neonröhre und Fernsehgeräte wurden als Blueprints angelegt. Ein Blueprint ist ein digitaler Bauplan, den man vielfältig einsetzen bzw. erweitern kann. Somit wurde ein erstes Stein für die Produktion weiterer Kunstwerke gelegt, die auf bereits vorhandene Teile aufbauen können.

Diplomarbeit von Jennifer McClelland: Entwicklung einer Mensch-Maschinen-Schnittstelle für die e-Installation zu 10,000 Moving Cities – Same but Different (2013) von Marc Lee

Abbildung: Virtuelle Interface für 10,000 Moving Cities – Same but Different und der Künstler Marc Lee beim Testen der Interface

 

Im Rahmen des Projekts e-Installation hat die Informatikstudentin Jennifer McClelland eine Schnittstelle zur Mensch-Maschine Interaktion (MMI) in virtuellen Medienkunst-Installationen entwickelt.
Betreut wurde die Diplomarbeit von Florian Faion (ISAS), Antonio Zea (ISAS) und Jesús Muñoz Morcillo (ZAK). Frau McClelland testete verschiedene Eingabegeräte und Darstellungsmöglichkeiten in der virtuellen Umgebung des Kunstwerkes von Marc Lee „10.000 moving cities – same but different“. Als MMI für die Interaktion mit der virtuellen Realität wird eine kabellose Handheld-Maus mit Trackball eingesetzt, deren Funktionalität sich auf ähnliche Kunstwerke extrapolieren lässt.

 

ISAS-ZAK-Praktikum: Immersive digitale Reinszenierung einer Medienkunst-Installation. 10,000 Moving Cities – Same but Different (2013) von Marc Lee

 

Abbildung: Marc Lee, 10,000 Moving Cities – Same but Different (2013), National Museum of Modern Art, Seoul, Korea und die virtualisierte Version

 

Im Sommersemester 2014 wurde das Kunstwerk des Schweizer Künstlers Marc Lee 10.000 moving cities – same but different (2013) virtualisiert. Die Medienkunst-Installation wurde als entfernte Umgebung aufgefasst, digitalisiert und telepräsent als e-Installation reinszeniert. Da die Arbeit des Schweizer Künstlers Marc Lee eine Netz-basierte Installation ist, wurden zwei Lösungsansätze verfolgt: Eine telepräsente Version, die in Echtzeit arbeitet und eine zusätzliche Version, die als offline-Dokumentation funktioniert.

Hier finden Sie die Ausschreibung des Praktikums 

Weitere Informationen zu diesem Praktikum finden Sie auf der Seite von ISAS.

 

Versailles Fountain (1993) von Nam June Paik

 

Abbildung: Virtueller Besichtigung der Versailles Fountain im ISAS-"Holodeck"

 

Unter der Leitung des ZAK und des ISAS haben Informatik-Studierende des KIT ein Medienkunstwerk virtuell reinszeniert: In einem Praktikum digitalisierten sie die Videoskulptur Versailles Fountain (1993) von Nam June Paik, die sich derzeit am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe befindet, und überführten sie in eine Telepräsenzumgebung. Dieses vom ZKM unterstützte Praktikum bildete den Start des ZAK-ISAS-Projekts „e-Installation“ zur Dokumentation von technologiebasierten Medienkunstinstallationen. 


PUBLIKATIONEN ZUM THEMA

  • Muñoz Morcillo, Jesús; Schaaf, Franziska; Schneider, Ralf; Robertson-von Trotha, Caroline Y. (2016): Authenticity Through VR-Based Documentation of Culture Heritage. A Theoretical Approach Based on the Case Studies Jupiter Column and Kaleidophonic Dog. Virtual Archaeology Review (angenommen)

 

  • Muñoz Morcillo, Jesús; Faion, Florian; Zea, Antonio; Hanebeck, Uwe D.; Robertson-von Trotha, Caroline Y. (2016): e-Installation: Synesthetic Documentation of Media Art via Telepresence Technologies, in: Boştenaru Dan, Maria; Crăciun, Cerasella (eds.): Space and Time Visualisation. Springer Nature, pp. 173-191.
    Preprint (2014): http://arxiv-web3.library.cornell.edu/abs/1408.1362

 

  • Faion, Florian; Friedberger, Simon; Zea, Antonio und Hanebeck, Uwe D. (2012): Intelligent Sensor-Scheduling for Multi-Kinect-Tracking. In: Proceedings of the 2012 IEEE/RSJ International Conference on Intelligent Robots and Systems (IROS 2012). Vilamoura, Algarve, Portugal, Oktober 2012

 

  • Muñoz Morcillo, Jesús (2011): Überlieferung von Medienkunst und digitale Nachlassverwaltung. In: Roberson-von Trotha, Caroline Y. und Hauser, Robert (Hrsg.): Neues Erbe. Aspekte, Perspektiven und Konsequenzen der digitalen Überlieferung. KIT Scientific Publishing, S. 123-140

 

  • Serexhe, Bernhard (Hrsg.) (2013): Digital Art Conservation. Konservierung digitaler Kunst: Theorie und Praxis. AMBRA | V und ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie